Psychotherapie Manuela Eder, MSc I +43 660 16 41 724 I
Angst und Psyche in der Krise

Angst und Psyche in der Krise

Angst und Psyche in der Krise

Angst und Psyche in der Krise, gehen in diesen schwierigen Situationen Hand in Hand. Und Ängste in dieser Phase zu haben ist normal.

Denn Angst ist eine normales, emotionales Alarmzeichen. Es alarmiert dich – Achtung Gefahr, du bist vorsichtiger und aufmerksamer und das ist doch gut!

Also so gesehen ist die Angst dafür da, deine Aufmerksamkeit auf die Gefahr zu richten. 

Es liegt also in der Natur des Menschen, dass du derzeit Angst verspürst. Es ist vollkommen natürlich, dass du in der derzeitigen Situation Angst verspürst.

 Neben der Angst wirst du vielleicht auch ein diffuses Bedrohungsgefühl verspüren, weil du nicht genau weißt, wie es weiter gehen wird.  Dieses Gefühl nennen wir die URANGST des Menschen, es ist deine Angst vor dem Unbekannten.  Keiner weiß, wie lange die Einschränkungen und die Krise dauernd wird. Auch weißt du nicht welche weitere Konsequenzen die Krise mit sich bringt.

Dieses unbehagliche Gefühl stellt sich ein, weil wir nach und nach das Gefühl entwickeln die Kontrolle zu verlieren.

Und genau das ist der emotionale Zustand der in dir, in uns Angst auslöst.

 
 
Angstauslöser

Zusätzliche Angstauslöser

Nur kommen in dieser schwierigen Zeit noch andere Ängste, Sorgen und Probleme hinzu! Welche durch die derzeitigen Einschränkungen verstärkt werden.

Isolation und soziale Distanzierung

Isolation, soziale Distanzierung, Ausgangssperre – egal, wie wir leben, ob in Familie, im Single- oder WG-Haushalt: Die Aussicht auf ein Leben auf Abstand macht etwas mit jedem von uns.

Der gesundheitlich nötige Abstand schneidet uns nämlich ab von Dingen, die für uns bisher so selbstverständlich waren. 

Gemeinschaft mit und Nähe zu anderen Menschen, sowie die Freiheit, auszugehen, wann immer, wohin und zu wem wir wollen.

Und genau diese Isolation kann sehr belastend sein.
 
Ängste bei psychisch instabilen Menschen
 
Besonders mit Menschen mit psychischen Erkrankungen ist die Isolation und Einschränkung von sozialen Kontakten ganz besonders schwierig.
 
Es kommen zusätzliche Sorgen dazu. 
  • Kann ich in der Klinik bleiben?
  • Wird es weiter Therapie geben?
  • Wie wird es weiter gehen? Bekomme ich meine Medikamente?
 
Ängste und Sorgen der Allgemeinheit
 
Und auch wenn du an keiner psychischen Erkrankung leidest ist die derzeitige Situation ein enorme Belastung für deine Psyche!
 
  • Welche Veränderungen muss ich noch hin nehmen?
  • Werde ich und meine Liebsten gesund bleiben?
  • Wie werden wir die Krise meistern?
  • Welche Einschränkungen müssen wir noch ertragen?
  • Wie wird es finanziell weitergehen?
 
Fragen über Fragen. Ängste und Sorgen die noch zusätzlich belasten.
 
Alte Ängste werden „reaktiviert“
 
Zusätzlich können „alte Ängste“ oder Angstverhaltensmuster reaktiviert werden. Da denkst du, das Erlebnis hast du schon auf gearbeitet und Zack – da sind sie wieder die alten Ängste und Sorgen. Und immer wieder schleichen sich die alten Angstverhaltensmuster ein.
 
Ehrlich in solch einer Ausnahmesituation ist es auch völlig normal. Es sind alte Strategien, die dir lange Sicherheit gegeben haben – und genau diese Sicherheit brauchst du jetzt.
 
Also greifen wir auf alte Strategien zurück.
 
Wichtig ist, dass du es erkennst und die Situation, die Angst am Schopf packst und ihr nicht die Macht über dein Leben gibst.
Damit die Angst keine Macht über dein Leben gewinnt – habe ich hier ein paar Tipps für dich!
 
 

Ich bin für dich da!

Fakten zur Krise und Angst
1. Halte dich an Fakten!
 
Nicht alles was in den Medien und sozialen Plattforme erscheint ist wissenschaftlich solide und belegt.
 
Damit du deiner Angst entgegenwirken kannst halte dich an Fakten.
 
Die WHO gibt täglich einen COVID-19 Report raus oder das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz liefert Fakten.
 
Warum ist es wichtig sich an Fakten zu halten und orientieren.?
Es gibt so viele undifferenzierte, populistische und  frei erfundene Beiträge, die nichts anderes vorhaben als Angst und Schrecken zu verbreiten. 
 
Ihr Ziel ist es deine Angst zu schüren und dich noch tiefer in die Verunsicherung zu treiben.
 
Und genau diese Verunsicherung, dieses Gefühl der Ungewissheit, wie ich es bereits beschrieben habe – füttert deine Angst die sich vergrößert und vergrößert und sich ganz schnell in eine Panik verwandeln kann.
 
Denn eines ist wissenschaftlich erwiesen „FAKTEN MINIMIEREN ÄNGSTE“
 
Also halte dich an Fakten. Minimiere deine Zeit um Informationen zu bekommen und nimm eine Auszeit von den sozialen Medien!
Facebook und Instagram schürren deine Angst in der Krise
2. Nimm Auszeiten von den sozialen Medien
 
Natürlich ist es wichtig, dass du informiert bist und dich auch informiert fühlst.
 
Doch genauso wichtig ist es deinen eigenen Information- und WissensDurst auf ein Minimum zu beschränken.
 
Denn wenn du Angst hast, dann versuchst du immer mehr Informationen zu erhalten um deine Angst in die Schranken zu weisen bzw. weniger Angst zu haben.
 
Und genau da liegt das Problem, du ziehst dir mehr und mehr Informationen rein und dann hast du so viele unterschiedliche Informationen, dass du erst nicht mehr weißt was jetzt genau wahr oder fake ist.
 
Deine Verunsicherung steigt und steigt – damit natürlich gleichzeitig auch dein Angst.
 
Es ist ein Teufelskreis aus dem du nur heraus kommst, wenn du die Informationsflut ganz bewusst einschränkst. Dir vielleicht nur 2-3 Sendungen pro Tag anschaust, die dir echte Fakten liefert.
 
Natürlich sind in dieser Zeit soziale Netzwerke wichtig. Ganz ehrlich ohne die würde dir wahrscheinlich zu Hause die Decke auf den Kopf knallen.
 
Damit es dir jedoch gut geht und deine Psyche stabil bleibt, umgebe dich auch in den sozialen Netzwerken nur mit jenen Menschen/Freunden/Kontakten die dir gut tun.
 
Alle andere schmeiß aus deiner Freundesliste. Genauso entledige dich von Seiten die nur Schwachsinn verbreiten und unnötig deine Ängste füttern. 
Angst und Kontrolle
3. Behalte die Kontrolle
 
Wenn du an einer psychischen Erkrankung leidest, dann ist Kontrollverlust sicher kein Fremdwort für dich.
 
In dieser schwierigen Lagen und den vielen Ängsten und Sorgen, wirst du vielleicht auch das Gefühl haben nicht mehr Frau/Herr der Lage zu sein.
 
Klar die Einschränkungen greifen radikal in dein Leben ein und nehmen dir einen Teil der Kontrolle.
 
Lässt du dann auch noch von Ängsten oder Sorgen leiten, dann gibst du ein weiteres Stück Kontrolle ab. 
 
In solchen Phasen kannst du dich hilflos fühlen. Du hast das Gefühl dir selbst überlassen zu sein – es gibt kaum Hilfe für dich und du fühlst dich ohnmächtig. Jedes Problem erscheint plötzlich riesengroß und unlösbar.
 
Und dann kommt noch das Monster Zeit dazu! Durch die derzeitigen Einschränkungen bist du vielleicht jetzt zu Hause und hast Zeit. Zeit die du leider viel zu oft zum Grübeln verwendest. Du malst dir verschiedene Szenarien aus. Was könnte sein, was ist wenn? 
 
Wie kommst du aus dem Grübeln und SzenarienAusmalen raus? Ich schenke dir eine kleine Übung, welche ich erfolgreich bei meinen Patienten_innen anwende:
 
GedankenStopp
 
Tauchen grübelnde negative Gedanken auf, dann gib ihnen einen GedankenStopp – in dem du gedanklich STOPP rufst. Besser wäre es natürlich, wenn du diese STOPP laut aussprechen würdest. 
 
Wenn deine Gedanken gestoppt sind, dann suche dir eine angenehme Tätigkeit oder denke an etwas Schönes.
Angst in der Krise - Entspannung
4. In der Ruhe liegt die Kraft
 
Na klar Manuela, ich würde gerne Ruhe bewahren, in dieser schwierigen Phase. Doch weißt du eigentlich wie schwierig es ist. Fragen, Ängste, Problem wie soll ich da ruhig bleiben. 
 
Keine Frage es ist schwierig, doch nicht unmöglich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Überlege dir, was hat dir früher schon geholfen Krisen zu bewältigen. Oder wie kommst du sonst in Entspannung und Ruhe?
 
Ich kann dir hier nur einige Möglichkeiten aufzählen – probiere einfach aus, was für dich passend ist:
  • Musik
  • Kreativität
  • Meditation
  • progressive Muskelentspannung
  • Atemübungen
Ich bin davon überzeugt, wenn du dir kurz Zeit nimmst, dann werden dir sicher einige Dinge einfallen.
 
Empfehlen kann ich dir: 
 

Progressive Muskelentspannung!

Sie verhilft dir zu einer Verringerung deiner Angstzustände. Durch diese Übung erhältst du auch wieder die Kontrolle über die Angst, weil du jetzt ein Handwerkzeug hast um ihr die Macht zu nehmen.
 
  • Spannung und Entspannung

Dabei werdenverschiedene Muskelgruppen im ganzen Körper zunächst angespannt und sie danach wieder zu entspannen. Ziel ist es den Unterschied zwischen  angespannten Muskelzustand und einem entspannten Muskelzustand kennenzulernen. 

  • Überprüfen

Hier geht es um die geistige Überprüfung der einzelnen Muskelgruppen. Sie sollten sich so stark wie möglich entspannt haben.

  • Geistige Entspannung

In dieser Phase denkst du an eine schöne und angenehme Szene oder du denkst einfach mal an nichts. In der letzten Phase geht es um die geistigen Entlastung.

Routine und Alltag für die Psyche
5. Routine gibt dir Sicherheit
 
Dein Alltag wurde auf Grund der Corona-Krise und ihren Einschränkungen ziemlich durcheinander gewirbelt. Nichts ist mehr wie es eigentlich mal wahr. Deine/eure Alltagsroutine wurde ganz plötzlich auf den Kopf gestellt.  Und der Verlust der Alltagsroutine kann ziemlich destabilisierend sein.
 
Besonders betroffen sind Menschen mit psychischen Erkrankungen, bei denen Routine und Struktur ein wichtiger Bestandteil der Genesung ist.
 
Damit deine Stabilität erhalten bleibt, heißt es auch in dieser Krisensituation eine gewisse Routine bei zu behalten.
 
Also wenn du von zu Hause aus arbeitest oder deine Kinder zur Zeit zu Hause sind, dann steht zu euren gewohnten Zeiten  auf. Frühstückt gemütlich zusammen usw. also so als würdest du arbeiten gehen, deine Kinder den Kiga oder die Schule  besuchen. 
 
Versucht eure Essenszeiten beizubehalten oder auch eure Schlafzeiten. Haltet weiterhin zu Menschen Kontakt die euch wichtig sind. Treffen ist zur Zeit nur schwer möglich, dann haltet Kontakt über Telefon oder per Videotelefonie. 
 
Routine/Rituale bieten Sicherheit und Stabilität und die ist in diesen instabilen Zeiten für Menschen ohne psychischen Erkrankungen genauso wichtig wie für Menschen mit psychischen Problem. 
 
Durch die Routine herrscht eine gewisse Vorher-Sehbarkeit und diese senkt wieder deine Ängste!
Krisensituation annehmen
6. Hilf dir selbst und anderen!
 
Nicht nur psychisch kranken Menschen fällt es schwer um Hilfe zu bitte.
 
Auch dir wird es nicht einfach fallen, dir einzugestehen, dass die derzeitige Corona-Krise sehr zu schaffen macht.
 
Das sich die Ungewissheit, deine Ängste, deine Sorgen und die Probleme sich auf deine Psyche auswirken.
 
Es ist schwierig sich einzugestehen, dass Hilfe notwendig oder hilfreich wäre.
 
Wer will das schon, da ja in unserer heutigen Zeit sich Hilfe suchen auch immer in Verbindung mit „Du bist schwach“ – „Du schaffst das nicht alleine!“ usw. 
 
Sich Hilfe zu holen ist kein Zeichen der Schwäche! Ganz im Gegenteil es ist ein Zeichen der Stärke!
 
Also sprich mit deinem Partner. Ruf deine Freundin an. Hol dir Rat von deinen Eltern. All diese Menschen sitzen auch zu Hause, haben ähnliche Ängste und Sorgen wie du.
 
Der Austausch entlastet die Psyche.
 
Balsam für die Seele ist ebenfalls andere Menschen zu unterstützen und ihnen zu helfen.  Es steigert deine eigene psychische Stabilität und deine mentale Gesundheit. Es bereitet Freude andere Menschen zu helfen. 
 
Es ist ein wunderbares Gefühl in Dankbare und strahlende Augen zu blicken. Einem anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. 
 
Es lindert deine Angst, deine Sorgen und stärkt dein psychische und mentale Gesundheit.
 
HOTLINES – PSYCHOTHERAPIE
 
Oder nimm eine der vielen Hotlines in Anspruch bzw. professionelle Hilfe. 
 
Also falls du Hilfe brauchst – dann greif zum Telefon und ruf mich an.
 
Psychotherapie bedeutet nicht, dass du psychisch krank sein musst oder eine psychische Erkrankung diagnostiziert wird. Psychotherapie bedeutet Reinigung von Körper-Geist-Seele. Deinen Ballast ab zuladen, dir deinen Kummer, deine Sorgen und Ängste von der Seele reden.
 
Es bedeutet ich bin für dich da hör dir zu, sehe dich wie es dir zur Zeit geht und unterstütze dich. 
 
Es ist eine außergewöhnliche Zeit die besondere Maßnahmen erfordert. Gemeinsam schaffen wir die Krise, ich bin für dich da!

Ich bin für dich da!

Psychotherapie

Die etwas andere Psychotherapeutin. Offen, etwas ver-rückt, neugierig und immer ein Herz und Ohr für dich. "Einzigartige LebensGestaltung" in der Praxis oder Online.
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